Lutz Michaelis
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Gardasee (Italien)

Gardasee - Karte (Foto: Markus Bernet, Lizenz: CC BY-SA 3.0)Der Gardasee ist der größte See Italiens und hat eine Länge von 52 km, eine Breite von 17 km und einen Umfang von 158 km. Seine maximale Tiefe beträgt 346 m.

Gardasee (Foto: Lutz Michaelis)Die Gardaseeberge im Norden und die flache Landschaft im Süden, dazu die mediterrane Vegetation, machen den See so reizvoll für einen Besuch. Aber auch das südländische Flair der vielen kleinen und großen Orte und Städte mit ihren unzähligen Geschäften, Cafés und Restaurants warten darauf entdeckt zu werden.

Malcesine

Malcesine mit Scaligerburg (Foto: Lutz Michaelis)Hafen in Malcesine (Foto: Lutz Michaelis)Einer der meistbesuchten Orte, oft auch als "Perle des Gardasees" bezeichnet, ist Malcesine am Ostufer. Der besondere Reiz von Malcesine zeigt sich, wenn man sich ihm mit dem Schiff nähert. Auf einem Kalkfelsen thront die Scaligerburg "Castello Scaligero". Die von den Langobarden um die Mitte des ersten Jahrtausends erbaute Burg wurde 590 von den Franken zerstört und wieder Malcesine - Blick vom Burgturm nach Norden (Foto: Lutz Michaelis)aufgebaut. Nach den Ungarn wurde die Burg den Lehen des Bischofs von Verona zugeschlagen. 1277 bis 1387 war sie im Eigentum des Adelsgeschlechts der Skaliger. Deren Baumaßnahmen gaben der Burg ihren heutigen Namen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie von den Visconti aus Mailand, der Republik Venedig, den Kaiserreichen Frankreich und Österreich besetzt. Am 22. August 1902 wurde die Burg zum Nationaldenkmal erklärt. Von dem Turm, der 70 m über dem Malcesine - Blick vom Burgturm nach Süden (Foto: Lutz Michaelis)See aufragt, hat man einen tollen Ausblick auf die Dachlandschaft des alten Malcesine, den See und das umliegende Bergpanorama. Malcesine selbst ist geprägt von einem Gewirr mittelalterlicher Gassen, reizvollen Häuserfronten und einem malerischen Hafen, der stets gut von Touristen besucht ist. Überall findet man Boutiquen, Souvenirläden, Bars und Restaurants.

Monte Baldo

Seilbahn zum Monte Baldo (Foto: Lutz Michaelis)Nicht versäumen sollte man eine Fahrt mit der Seilbahn von Malcesine auf das Monte-Baldo-Massiv. Die Bergstation Bocca Tratto Spino liegt in 1752 m Höhe. Klare Sicht vorausgesetzt, Monte Baldo (Foto: Lutz Michaelis)bietet sich ein unvergleichlicher Blick über den Gardasee und die Alpen. Lohnenswert ist auch eine Wanderung über den Kamm des Monte Baldo. Der Weg beginnt bei der Seilbahnstation und führt nach Süden bis zur Schutzhütte Rifugio Gaetano Barana. Nach einer Stärkung ist man nach ca. 6-8 Stunden wieder am Ausgangspunkt. Wem das nicht reicht, der kann noch den 4-stündigen Abstieg nach Malcesine in Angriff nehmen.
Gardasee-Panorama vom Monte Baldo (Foto: Lutz Michaelis)

Limone sul Garda

Zitronen, untrennbar mit Limone verbunden (Foto: Lutz Michaelis)Im Norden, wo sich der See fjordartig verengt, liegt auf der Westseite der kleine Ort Limone. Er drängt sich zwischen See und steil aufragenden Kalkfelsen. Bis heute ist der Ursprung des Ortsnamens nicht endgültig geklärt. Über den Dächern von Limone (Foto: Lutz Michaelis)Dennoch wird intensiv mit der Zitrusfrucht geworben. Überall begegnet man der Zitrone, auf Kacheln, T-Shirts, Tüchern, Postkarten und natürlich in den Zitronengärten. Die erste Einführung von Zitronen wird Mönchen aus dem Franziskanerkloster in Gargnano zugeschrieben. Um Bäume und Früchte vor Frost zu Limone (Foto: Lutz Michaelis)schützen, wurden ab dem 17. Jahrhundert die ersten Zitronengewächshäuser gebaut. Limone war der nördlichste Ort für die Herstellung von Zitrusfrüchten zu Handelszwecken. Sie wurden zu Hunderttausenden insbesondere nach Deutschland, Polen und Russland exportiert. Ende des 19. Jahrhunderts begann durch die Krankheit Gummose, die Konkurrenz der südlichen Regionen und die Entdeckung der synthetischen Zitronensäure, der Niedergang des Limone - im Zitronengewächshaus "del Castèl" (Foto: Lutz Michaelis)Zitronenanbaus. Um diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen, wurde das Zitronengewächshaus "del Castèl" restauriert. Die Anlage geht auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück und erstreckt sich auf eine Fläche von 1633 qm. Nachdem etwa 50 Zitrusgewächse (Zitronen, Zitronatzitronen, Grapefruits, Mandarinen, Bitterorangen, Clementinen und Kumquats) angepflanzt wurden, ist das Gewächshaus seit dem 22. Juli 2004 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Riva del Garda

Riva del Garda - am Hafen (Foto: Lutz Michaelis)Riva del Garda (Foto: Lutz Michaelis)Ganz im Norden des Gardasees befindet sich Riva del Garda, ein schon in der Römerzeit besiedelter Ort. Er ist der einzige größere Ort am See und hat immerhin fast 16000 Einwohner. Wahrzeichen ist der "Torre Apponale" am Hafen, ein 34 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der wahrscheinlich zur ersten Festung gehörte. Auch sonst sind noch viele Teile der Riva del Garda (Foto: Lutz Michaelis)ehemaligen Befestigungsanlagen erhalten, wie auch die Stadtburg "Rocca di Riva", die ganz von Wasser umgeben ist und auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. Die Altstadt, mit ihren bunten Fassaden und kantigen Türmen ist vom Riva del Garda - am Hafen (Foto: Lutz Michaelis)venezianischen und österreichischen Baustil geprägt. Das Ensemble erscheint streng und geordnet, strahlt aber auch mediterrane Heiterkeit aus.

"Cascata del Varone" (Foto: Lutz Michaelis)Ganz in der Nähe von Riva befindet sich die "Cascata del Varone". Aus fast 100 Meter Höhe stürzt ein Wasserfall eine enge Klamm hinab, die sich in 20 000 Jahren gebildet hat. Die Cascata gehört zu den eindruckvollsten Naturschauspielen am Gardasee.

Einen phantastischen Blick auf die Stadt und den See hat man von der "Bastione". Der Aufstieg lohnt sich in jedem Fall. Bei einer Tasse Cappuccino kann man das grandiose Panorama auf sich wirken lassen.

Riva del Garda - Panorama (Foto: Lutz Michaelis)

Bardolino

Bardolino - Piazza Matteotti (Foto: Lutz Michaelis)Bekannt ist der Ort am südöstlichen Teil des Sees (südlich von Garda) vor allem wegen seines hellroten, leichten Rotweins. Gleichzeitig ist er auch ein beliebtes Ferienziel. Zentrum ist die große "Piazza Matteotti" vor dem Bardolino - am Hafen (Foto: Lutz Michaelis)neoklassizistischen Portal der Kirche "Santi Nicolo e Severo" mit vielen Cafés und Geschäften. Das Ortsbild ist geprägt vom Veroneser Stil. Gärten und Parkanlagen umgeben herrschaftliche Residenzen. Vom mittelalterlichen Scaligerkastell ist nur die Turmruine erhalten.

Weinmuseum Zeni (Foto: Lutz Michaelis)Oberhalb von Bardolino befindet sich das 1870 gegründete Weingut Zeni. In alter Familientradition werden hier hervorragende Weine produziert. Das Besondere an diesem Weingut ist aber das 1991 eingerichtete Museum. In der einzigartigen Sammlung wird die Weinbaukultur von den Anfängen bis in die Gegenwart dokumentiert und der Besucher wird durch die Welt des Weines und seiner Geschichte geführt. Am Ende des Museumsrundgangs können die edlen Tropfen gratis verkostet und natürlich auch gekauft werden.

Lazise

Lazise (Foto: Lutz Michaelis)Im Süden gelegen (nördlich von Peschiera) war Lazise ein wichtiges Handelszentrum der venezianischen Zeit und ist einer der ältesten Orte am See. Er hat sich sein mittelalterliches Aussehen weitgehend erhalten. Von den Scaligern Lazise - Hafen, Kirche S. Nicolò und Zollstelle (Foto: Lutz Michaelis)errichtete Stadtmauern mit sechs Türmen und Wehrgängen umschließen die Altstadt, einschließlich Kastell. Die Burganlage liegt heute im Park des Grafen Bernini und kann nicht besichtigt werden. Direkt neben dem Hafen befindet sich die Kirche "S. Nicolò" und die Veroneser Zollstelle, ein Gebäude aus dem 14. Jahrhundert. Es diente u.a. der Herstellung von Schießpulver und war Zollstelle für Waren. In den malerischen Gassen des Ortes findet man zahlreiche Lazise - am Hafen (Foto: Lutz Michaelis)Lazise - Strandpromenade (Foto: Lutz Michaelis)Gaststätten und Geschäfte, die auf den Tourismus ausgerichtet sind. Besonders Deutsche wählen Lazise als Urlaubsziel. Etwas im Hinterland befindet sich die "Therme di Colà", ein 5000 qm großer Thermalsee. Er verdankt seine Entstehung der Suche nach Grundwasser zur Bewässerung. In 160 Meter Tiefe stieß man auf heißes Wasser, das bei zahlreichen Krankheiten (Hauterkrankungen, Durchblutungsstörungen) hilft.

Sirmione

Sirmione - Scaligerburg (Foto: Lutz Michaelis)Der Ort liegt ebenfalls im Süden, am Ende einer etwa vier Kilometer in den See hinein ragenden Halbinsel und wird täglich von tausenden Touristen bevölkert. Ein Besuch des Gardasees ist fast immer mit einem Abstecher nach Sirmione verbunden. Es ist ein gehobener Ferienort mit zahlreichen Hotels, gastronomischen Einrichtungen und Geschäften. Dank der Thermalquelle in unmittelbarer Nähe, verfügt der Ort über das größte private Thermalzentrum Italiens. Schon die Römer Sirmione - von der Scaligerburg zum Festland gesehen (Foto: Lutz Michaelis)erkannten die heilende Wirkung des warmen Wassers und bauten Villen, von denen nur die "Grotten des Catull" erhalten geblieben sind. Hierbei handelt es sich um ein antikes Sanatorium Sirmione - "Grotten des Catull" (Foto: Lutz Michaelis)mit einem Thermalbad. Das Areal ist die bedeutendste archäologische Fundstelle Oberitaliens. Vom Festland abgeschirmt ist Sirmione von der Scaligerburg (Castello Scaligero), an die sich zum Schutz der Hafen unmittelbar anschließt. So konnte der Zugang zum Ort kontrolliert werden. Die Burg entstand im 13. Jahrhundert aus einem alten Römerkastell und diente vorrangig der Verteidigung und Machtdemonstration der Scaliger. Vom 47 m hohen Mastino-Turm hat man einen fantastischen Blick auf den Hafen und beide Seiten der Halbinsel.

Sirmione - Panorama von der Scaligerburg (Foto: Lutz Michaelis)

Die Reise um den Gardasee wird 2013 fortgesetzt.

 

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