Lutz Michaelis
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Gran Canaria

Satellitenaufnahme von Gran Canaria (Lizenz: Public Domain)Gran Canaria liegt etwa 210 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt, zwischen der größeren Insel Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten. Mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern und einer Fläche von 1.560 Quadratkilometern, ist sie fast kreisrund. Im Zentrum erhebt sich mit 1.949 Meter der erloschene Vulkan Pico de las Nieves. Von dort führen viele Trockentäler, Barrancos, bis an die Küste. Sie können bei den seltenen, aber ergiebigen Regenfällen, erhebliche Wassermengen führen. Wegen der geografischen und klimatischen Vielfalt, sowie der differenzierten Fauna und Flora wird Gran Canaria auch als Minikontinent bezeichnet.

Seit ca. 3000 v. Chr. bevölkerten die Guanchen oder Urcanarios die Insel, bis 1478 die Spanier landeten. Nach wenigen Jahren waren die Guanchen ausgelöscht. Dennoch wird behauptet, dass sie niemals ganz verschwunden sind und die kanarische Bevölkerung zum größten Teil von ihnen abstammt.

Playa del Inglès (Foto: Lutz Michaelis) Mit heute über 800.000 Einwohnern, von denen ca. 380.000 in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria leben, ist die Insel die bevölkerungsreichste des Archipels. Jährlich strömen etwa 2,2 Millionen Menschen nach Gran Canaria. Das Zentrum des Tourismus liegt im Süden der Insel und umfasst die Orte Maspalomas, Playa del Inglès und San Agustin. Der Golfstrom garantiert ein ganzjährig angenehmes Klima mit Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad. Deshalb werden die Kanaren auch Inseln des ewigen Frühlings genannt.

Faro de Maspalomas (Foto: Lutz Michaelis)Maspalomas (Foto: Lutz Michaelis)Was Tourismus auf Gran Canaria bedeutet, ist in erster Linie in Playa del Inglès zu sehen. Hotel- und Apartementanlagen bilden eine Massenansammlung, durchsetzt von zahlreichen Einkaufszentren, Restaurants und Bars. Dieser Massentourismus schließt die Dunas de Maspalomas (Foto: Lutz Michaelis)Nachbarorte Maspalomas und San Agustin ein. Dieses Urlaubszentrum hat seine Existenz der Dunas de Maspalomas zu verdanken, einem vier Quadratkilometer großen Sanddünenfeld. Wahrzeichen ist der Leuchtturm Faro de Maspalomas, der mit 56 Metern der höchste von Gran Canaria ist. Westlich davon wird besonders in jüngster Zeit massiv gebaut. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Puerto de Mogán (Foto: Lutz Michaelis)Puerto de Mogán (Foto: Lutz Michaelis)Das es aber auch anders geht, zeigt der Ort Puerto de Mogán. Die gelungene Mischung aus altem Fischerdorf, Jachthafen und eleganten Ferienanlagen gilt als Musterbeispiel für den Puerto de Mogán (Foto: Lutz Michaelis)neuen, schonenden Tourismus auf Gran Canaria. Niedrige Villenunterkünfte, durch enge Gassen unterbrochen, umgeben den Hafen. Im Erdgeschoss befinden sich meist Gaststätten und diverse Läden. Überall blühen Hibiskus und Bougainvilleen. Brücken über kleine Wasserstraßen erinnern an Venedig. Zu den Attraktionen gehört eine Fahrt mit dem Yellow Submarine.

Barranco de Guayadeque (Foto: Lutz Michaelis)Höhlenwohnungen (Foto: Lutz Michaelis)Unbedingt sollte man mit dem Auto durch den Barranco de Guayadeque fahren, einer eindrucksvollen Schlucht, die zum Naturschutzgebiet und Archäologischen Park erklärt wurde. Neben den bis zu Höhlenkapelle (Foto: Lutz Michaelis)300 Meter hohen Felswänden und über 80 einheimischen Pflanzenarten, sind sicherlich die vielen Höhlenwohnungen von Bedeutung. Sie wurden von den Guanchen geschaffen und werden z.T. noch heute genutzt. In dem Dorf Cuevas Bermejas lohnt ein Besuch der kleinen Höhlenkapelle. Am Ende der Schlucht befindet sich das bekannte Höhlenrestaurant Tagoror.

Lohnenswert ist auch eine Fahrt durch die größte Schlucht Gran Canarias, dem Barranco de Fataga. Palmenoasen wechseln mit bizarren Felsformationen und canyonartigen Hängen, dazwischen immer wieder kleine Dörfer. Auf der Fahrt sollte man unbedingt einige Stopps einplanen:

Mundo Aborigen (Foto: Lutz Michaelis)Mundo Aborigen (Foto: Lutz Michaelis)Da wäre der Mundo Aborigen, ein Themenpark, der den Guanchen gewidmet ist. Nachbildungen von Steinhäusern, Bestattungshöhlen und Versammlungsstätten vermitteln einen authentischen Eindruck vom Leben der Ureinwohner.

Mirador (Foto: Lutz Michaelis)Mirador (Foto: Lutz Michaelis)Der danach folgende Mirador (Aussichtspunkt) bietet einen überwältigenden Blick auf die Landschaft. Sie erinnert ein wenig an den Grand Canyon in den USA. Nach der Regenzeit sind die Hänge vom frischen Grün der Pflanzen überzogen.

La Baranda (Foto: Lutz Michaelis)La Baranda (Foto: Lutz Michaelis)Inmitten einer Palmenoase liegt La Baranda, ein Camel-Safari-Park. Hier kann man auf Kamelen reiten und einen frisch gepressten Orangensaft trinken.

San Bartolomé (Foto: Lutz Michaelis)Nach Fataga, einem aufwändig restauriertem Vorzeigedorf mit typisch kanarischen Häusern, gelangt man irgendwann in den Barranco de Tirajana. Kurz vor dem Bergdorf San Bartolomé de Tirajana erreicht man den Mirador de Tunte. Von der Terrasse der Gaststätte hat man einen wunderbaren Blick auf den Ort und das vorgelagerte Tal. San Bartolomé ist aus der Guanchen-Siedlung Tunte hervorgegangen, daher auch der volkstümliche Name Santiago de Tunte.

Palmitos Parque (Foto: Lutz Michaelis)Palmitos Parque (Foto: Lutz Michaelis)Vom Süden gut zu erreichen ist der Palmitos Parque, eine Attraktion besonders für Kinder. In einem subtropischen Park sind über 200 Vogelarten zu entdecken. Zur Anlage gehören auch ein Kaktusgarten, ein Orchideen- und Schmetterlingshaus, sowie ein Aquarium. Ein besonderer Anziehungspunkt ist sicherlich die Papageienshow.

Jardin Canario (Foto: Lutz Michaelis)Jardin Canario (Foto: Lutz Michaelis)Nicht weit von Las Palmas entfernt wurde 1952 der Botanische Garten Jardin Canario errichtet. Neben Pflanzen der Kanarischen Inseln findet man in ihm auch Tausende Pflanzen aus aller Welt.

Caldera de Bandama (Foto: Lutz Michaelis)Nicht versäumen sollte man auch eine Fahrt zum Pico de Bandama. Von oben reicht die fantastische Aussicht bei gutem Wetter bis nach Las Palmas. Unterhalb des Gipfels ist ein 200 Meter tiefer und einen Kilometer breiter Krater, die Caldera de Bandama, zu sehen.

Mirador del Balcón (Foto: Lutz Michaelis) Im Nordosten der Insel, an der beeindruckenden Küstenstraße von Puerto de la Aldea nach Agaete befindet sich der Mirador del Balcón. Von dort bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Steilküste.

Artenara (Foto: Lutz Michaelis)Im zentralen Bergland, auf einer Höhe von 1260 Metern liegt Artenara, das höchstgelegene Dorf auf Gran Canaria. Zugleich ist es auch eines der ältesten Inseldörfer und seit 1478 besiedelt. Es bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf die Berglandschaft. Im Ort findet man Höhlenwohnungen und moderne Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist eine riesige, an den Zuckerhut von Rio de Janeiro erinnernde Christusstatue. Nicht weit von Artenara entfernt befindet sich der letzte Urwald (Pinar de Tamadaba) auf Gran Canaria, der aus bis zu 30 Meter hohen kanarischen Kiefern besteht.

Pico de las Nieves (Foto: Lutz Michaelis)Der höchste Punkt der Insel ist mit 1949 Metern der Pico de las Nieves (Schneegipfel). Der Gipfel selbst kann nicht bestiegen werden. Dort befindet sich eine Militärstation. Aber unterhalb davon entschädigt eine Aussichtsplattform mit einem wunderbaren Blick über den westlichen Teil der Insel.

Parador Cruz de Tejeda (Foto: Lutz Michaelis)Parador Cruz de Tejeda (Foto: Lutz Michaelis)Das Zentrum von Gran Canaria, wenn auch nicht geografisch, ist Cruz de Tejeda. Dieser Bergpass in 1450 Meter Höhe wird von fast allen Reisebussen überquert, die in das zentrale Bergland fahren. Unzählige Straßenhändler empfangen die Touristen und bieten Souvenirs an. Der im kanarischen Stil erbaute Parador (Gasthaus) wurde erst renoviert.

Roque Nublo (Foto: Lutz Michaelis)Eines der Wahrzeichen der Insel ist der Roque Nublo (Wolkenfelsen), ein 65 Meter hoher schlanker Basaltfelsen, der sich auf einem Gebirgskamm erhebt. Er ist schon von Weitem zu sehen.  Verschiedene Wege führen hinauf und belohnen mit einer phantastischen Rundumaussicht.

Damit schließe ich die kleine Auswahl lohnenswerter Ziele auf Gran Canaria. Ich denke, sie zeigen schon recht anschaulich die Vielfalt der Insel, auf der man immer wieder Neues entdecken kann.

 

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