Lutz Michaelis
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Mallorca

Satellitenaufnahme von Mallorca (Lizenz: Public Domain)Mallorca ist die größte Insel der Balearen-Gruppe. Sie liegt im westlichen Mittelmeer, 261 Kilometer von Valencia, 170 von Barcelona und 315 Kilometer von Algier entfernt. Die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt 98 Kilometer und die Nord-Süd-Ausdehnung 78 Kilometer. Die Insel ist 3620 Quadratkilometer groß und verfügt über eine Küstenlänge von 550 Kilometer. Die Serra de Tramuntana ist ein 90 Kilometer langer und 15 Kilometer breiter Gebirgszug mit 10 Gipfeln über 1000 Meter Höhe. Er verläuft parallel zur Nordwestküste und sorgt so für milde Winter, aber auch weniger Regen im Inselinneren.

Mallorca hat ein gemäßigtes subtropisches Klima mit durchschnittlich 7,9 Sonnenstunden am Tag und durchschnittlichen Niederschlagsmengen von 1400 Millimeter im Norden und 400 im Süden. In den kurzen Wintern kann es in den Bergen zu Schneefällen kommen, während im Sommer im Inselinneren Temperaturen von 40 Grad erreicht werden können.

Flora und Fauna werden in zahlreichen Naturschutzgebieten vor Schäden durch den Tourismus geschützt. Gleichzeitig ist in vielen Gebieten die weitere Bebauung stark eingeschränkt.

Die Insel hat 814000 Einwohner, davon leben 383000 in der Hauptstadt Palma. Der Ausländeranteil beträgt etwa 16,5 Prozent, der der Deutschen 2,8. Die Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch. Der auf Mallorca gesprochene katalanische Dialekt wird Mallorqui genannt.

Kathedrale La Seu (Foto: Lutz Michaelis)Palma (Foto: Lutz Michaelis)Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Palmas ist die mächtige Kathedrale Sa Seu. Sie ist die zweitgrößte Kirche der Welt und ein Meisterwerk gotischer Architektur Kataloniens. Mit dem Bau wurde nach 1230 begonnen. Aber auch die Altstadt mit den engen Geschäftsstraßen hat ihre Reize. Ein Bummel lohnt durchaus. Viele meinen es ist eine der aufregendsten und reizvollsten Städte Europas. Wenn man schon auf Mallorca ist, sollte man sie auch besuchen und dafür einen Tag einplanen.

Ruinen von Pol léntia (Foto: Lutz Michaelis)Alcúdia (Foto: Lutz Michaelis)Mallorca wurde vor ungefähr 4000 Jahren v. Chr. besiedelt. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Funde. Mit den Römern kamen um 100 v. Chr. etwa 3000 Neusiedler. Ein sehenswertes Beispiel dafür sind die Ruinen von Pol léntia bei der Stadt Alcúdia. Sie ist übrigens eine einstige phönizische Siedlung mit einer vollständig erhaltenen Stadtmauer, mehreren Toren und 26 Türmen und war einst Hauptstadt von Mallorca.

Finca für Urlauber (Foto: Lutz Michaelis)Finca für Urlauber (Foto: Lutz Michaelis)Die Wirtschaft ist vom Tourismus geprägt. Etwa 10 Millionen besuchen jährlich die Insel, davon etwa 38 Prozent aus Deutschland. Daneben sind Landwirtschaft, Bergbau, Leichtindustrie und Fischerei von Bedeutung. In jüngster Zeit will Mallorca vom Image der Insel für Finca für Urlauber (Foto: Lutz Michaelis)Pauschaltouristen und Billigreisen weg. Viele Ferienorte werden entsprechend umgestaltet und "Sauftouristen" durch zivilisiertes Publikum ersetzt. Mallorca soll wieder zu einem Ferienziel für anspruchsvolle Touristen werden. Man hat aus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte gelernt. Neuer Trend ist der Agrotourismus-Urlaub auf der Finca.

Port de Alcúdia (Foto: Lutz Michaelis)Port de Alcúdia (Foto: Lutz Michaelis)

Noch gibt es ihn aber, den Massentourismus und verschwinden wird er wohl auch nicht. Ein Beispiel dafür ist Port de Alcúdia im Norden der Insel. Der Strand ist einer der größten und schönsten der Insel.Um den Hafen hat sich ein quirliger Urlaubsort mit einer ebensolchen Strandpromenade entwickelt. Hier findet man, was sich die meisten Urlauber wünschen, u.a. auch die größte Anzahl von Diskotheken östlich von Palma.

Valldemossa (Foto: Lutz Michaelis)Valldemossa (Foto: Lutz Michaelis)Valldemossa (Foto: Lutz Michaelis)

Abseits der großen Urlaubszentren findet man aber auch das andere Mallorca, besonders an der Westküste, wie ich meine. Valldemossa ist so einmalerisches Bergdorf. Hier begann übrigens Mallorcas Laufbahn als Urlaubsinsel. 1838 überwinterten im Kloster der Komponist Frédéric Chopin und seine Geliebte, die Schriftstellerin George Sand. Mit 437 Metern ist Valldemossa die am höchsten gelegene Ortschaft Mallorcas.

Son Marroig (Foto: Lutz Michaelis)Eines der bekanntesten Fotomotive ist sicherlich der berühmte italienische Renaissance-Pavillon in Son Marroig, einem hoch über dem Meer liegenden Landsitz, nicht weit weg von Valldemossa. Der österreichische Aristokrat, Gelehrten und Ökologen Erzherzog Ludwig Salvator kaufte ihn um 1870 und machte ihn zu seinem Lieblingswohnort.

Deiá (Foto: Lutz Michaelis)Deiá (Foto: Lutz Michaelis)Fährt man weiter auf der Küstenstraße, ist nach kurzer Zeit Deiá das Ziel. Das wunderschöne Dorf ist zu einem Magneten für reiche Ausländer geworden, aber auch viele Künstler haben sich hier nieder gelassen, deren Arbeiten in vielen Geschäften verkauft werden. Bekannte Namen im Zusammenhang mit Deiá wären z.B. Robert Graves, Picasso, Lady Di oder Bob Geldorf.

Sóller (Foto: Lutz Michaelis)Port de Sóller (Foto: Lutz Michaelis)Ein weiterer Ort, den man an der Westküste besuchen sollte, ist Sóller und der Hafen Port de Sóller. Die alte elektrische Bahn verbindet Palma mit Sóller. Steigt man dann in die historische Straßenbahn um, geht die kurze Fahrt weiter zum Hafen. Um ihn herum hat sich ein kleiner Ferienort entwickelt. Dort befindet sich auch der einzige Strand an der Nordwestküste.

Peninsula de Formentor (Foto: Lutz Michaelis)Den atemberaubensten Blick hat man vom Mirador des Colomers auf die Peninsula de Formentor, dem äußersten Ausläufer der Serra de Tramuntana.

Coves d’Artà by Wikipedia (Foto: Olaf Tausch, Lizenz: CC BY-SA 3.0)Doch auch unter der Erdoberfläche hat Mallorca etwas zu bieten. Die Kalksteinhöhlen Coves del Drac im Osten wurden 1896 von Edouard Martel kartografiert und damit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Weitere Höhlen sind Coves dels Hams und Coves d’Artà, die ebenfalls besucht werden können.

Markt in Sineu (Foto: Lutz Michaelis)Einer der größten und bekanntesten Märkte findet in Sineu, im Zentrum der Insel gelegen, statt. Besonders regionale Produkte werden von den unzähligen Touristen gekauft. Aber man kann auch Textilien und alle möglichen Haustiere bekommen. Nicht zu vergessen die vielen Dinge, die man eigentlich nicht braucht und die dennoch gekauft werden.

Cala Figuera (Foto: Lutz Michaelis)Cala Figuera (Foto: Lutz Michaelis)Will man die ursprüngliche Atmosphäre eines Fischerdorfes, das weitgehend von großen Hotelanlagen verschont geblieben ist, genießen, ist Cala Figuera im Süden der Insel ein gutes Beispiel. Der Hafen ist noch so, wie er eigentlich schon immer war. Von einem der kleinen Cafés kann man die Traumbucht überblicken und dabei die Ruhe genießen.

Colónia de Sant Jordi (Foto: Lutz Michaelis)Colónia de Sant Jordi (Foto: Lutz Michaelis)Fast nur unter Deutschen ist man in Colónia de Sant Jordi, jedenfalls ist deren Anteil recht hoch. Es ist schon beinahe eine deutsche Enklave. Viele Rentner haben sich hier niedergelassen und genießen ihren Lebensabend unter südlicher Sonne. Das große Nachtleben sucht man aber vergebens. Das würde sicher auch nicht zu diesem Personenkreis passen.

Es Trénc (Foto: Lutz Michaelis)Es Trénc (Foto: Lutz Michaelis)Es Trénc (Foto: Lutz Michaelis)

Ganz in der Nähe befindet sich Es Trénc, ein hervorragender naturbelassener kilometerlanger Strand, der letzte seiner Art auf Mallorca. Er ist die Alternative für Naturliebhaber und Nudisten. Da das Hinterland geschützt ist, findet man dort auch keinerlei Bebauung, eine Seltenheit auf der Insel. Aufgrund der Größe ist der Strand nie völlig überlaufen und es ist immer ein freies Plätzchen zu finden. Allerdings ist er nur mit dem Auto zu erreichen, es sei denn, man kommt von Colónia de Sant Jordi.

"Ballermann 6" in S'Arenal (Foto: Lutz Michaelis)Anders sieht es dagegen in S'Arenal aus, der Inbegriff für Massentourismus. Dazu gehören der Ballermann 6 und zahlreiche Gaststätten, die insbesondere von Deutschen besucht werden, die oft auch nicht mehr von Mallorca sehen. Damit endet der Inselstreifzug.

Etwas hätte ich fast vergessen: Zu Mallorca gehören unbedingt Olivenbäume (Foto: Lutz Michaelis)Windmühlen (Foto: Lutz Michaelis)die vielen alten Olivenbäume, die über 1000 Jahre alt werden können und natürlich die Windmühlen. Letztere wurden in großer Zahl restauriert.

  

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